Kunstschaffende

Kika Vilela (sie/ihr)

In meiner künstlerischen Praxis konzentriere ich mich auf Tradition und Displacement. Sie umfasst Malerei, Keramik und Skulpturen. Meine Arbeit ist eine Suche nach Zugehörigkeit, verwurzelt in meiner Erfahrung als Tochter portugiesischer Einwanderer in der Schweiz. Das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen hat meine Wahrnehmung von Identität und Heimat stark geprägt.

Ich schöpfe viel Inspiration aus dem kulturellen Erbe Portugals, insbesondere aus traditioneller Handwerkskunst. Eine meiner stärksten Einflüsse sind die Azulejos – handbemalte Keramikfliesen, die in portugiesischen Strassen und der Architektur weit verbreitet sind. Auch die ornamentalen Muster in eisernen Toren und Zäunen tragen verschiedene Bedeutungen von Schutz, Grenzen und Identität in sich. Diese Konzepte untersuche und dekonstruiere ich in meiner Arbeit.

 Ich arbeite mit Materialien, die eine historische Bedeutung und ein Gefühl von Beständigkeit vermitteln, zugleich aber auch fragil und Veränderungen unterworfen sind. Ich nehme etwas, das tief in einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Ort verwurzelt ist, und setze es in einen neuen Kontext, in dem sich seine Funktion und Bedeutung verändern. Durch die Neuinterpretation traditionellen Handwerks in zeitgenössischen Kontexten erforsche ich nicht nur, woher ich komme, sondern auch, wo diese Geschichte in mir weiterlebt.