Was bleibt von einem Herzschlag, wenn der Körper verstummt? In 53 pacemakers arbeitet Justine Salamin (sie/ihr) mit Herzschrittmachern, die Verstorbenen vor der Bestattung entnommen wurden. Einst dafür eingesetzt, den Rhythmus eines Herzens aufrechtzuerhalten, werden sie in ihrer Installation selbst zu Klangquellen. Mithilfe eines elektromagnetischen Mikrofons macht Justine die für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren elektromagnetischen Wellen der Geräte hörbar. In einem Video bewegt sie das Mikrofon über die verschiedenen Herzschrittmacher und übersetzt ihre Aktivität in tiefe Frequenzen. Doch auch dieser Rhythmus ist endlich: Mit abnehmender Batterieleistung werden die Geräte nach und nach verstummen. Das Verschwinden wird so selbst Teil der Arbeit, in der Körper und Technologie, Anwesenheit und Abwesenheit eng miteinander verbunden sind.