Phyrexian & Amelia (Anja Ripoll, sie/ihr & Tristan Cubero, er/ihm) entwickeln in ihrer gemeinsamen künstlerischen Praxis spekulative Welten. Ihre Arbeit beginnt mit Gesprächen, Texten und einem gemeinsamen Prozess des Imaginierens. Aus diesem Austausch greifen sie Fragmente grösserer fiktiver Universen heraus, die in Keramik, Malerei, Zeichnung und Skulptur Gestalt annehmen.
Diese Welten sind geprägt von Überlegungen zu Zerfall und Zusammenbruch. Für Phyrexian & Amelia ist die Apokalypse nicht einfach ein zukünftiges Ereignis; sie kann auch Prozesse beschreiben, die sich bereits seit Jahrhunderten vollziehen. Ein Gefühl des Endes kann dort beginnen, wo Ressourcen erschöpft oder zerstört werden, seien sie ökologischer, sozialer oder spiritueller Natur. Ihre Fiktionen bewegen sich frei zwischen dem, was geschehen ist, dem, was geschieht, und dem, was noch kommen könnte.
Jedes Werk gibt nur einen Ausschnitt preis. Landschaften wechseln zwischen mikroskopischen und planetarischen Massstäben; organische Formen mutieren, Architekturen tauchen auf und verschwinden, Spuren menschlicher Aktivität bleiben zurück. Zusammen bilden diese Fragmente Teile einer Welt, deren vollständige Geschichte irgendwo jenseits der Werke weiterexistiert.