«And as I finally start to listen, this body shifts», flüstern die Stimmen ins Ohr. Nora Aliena Friedlin (they/sie) begreift den Körper als durchlässig: als Ort von Transformation, Widerstand und Verbindung. Noras begehbare Installationen verschieben die Grenzen zwischen Körpern, Materialien und Wahrnehmungen.
In der Videoinstallation IF THEY’D CUT US OPEN OUR INSIDES WOULD BE BLUE wird Wasser zur Metapher für die Fluidität von Körpern, Kreisläufe und Verbundenheit. Ein Gedicht, inspiriert von Astrida Neimanis’ Konzept des Hydrofeminismus, bildet die Grundlage des Voiceovers. Vier Stimmen erzählen asynchron von fluiden Narrativen, während genderlose Körper hinter einer Latexschicht ineinanderfliessen. Latex wird zur zweiten Haut – zu einer Schwelle zwischen Körpern, Innen und Aussen, Individuum und Kollektiv. Wie können Körper widerständig zusammenfliessen, um Überforderung und Handlungsunfähigkeit kollektiv zu überwinden?