Der Komposition liegt ein Raster zugrunde, das zwar Form und Struktur vorgibt und dennoch fragil wirkt. Denn der lasierte Farbauftrag leistet Widerstand gegen die rigide Linienführung in Bleistift. So eröffnen sich biomorphe Bildräume, in denen ein Konflikt ausgetragen wird.
Mariam Abashidze (they/them) versteht die Werkserie als Porträt der letzten zwei Jahre, die they in der Schweiz verbracht hat. Immer wieder begegnet they unsichtbaren Regeln, administrativen Strukturen und bürokratischen Prozessen, die das individuelle Leben innerhalb der Gesellschaft zu normieren versuchen. Die Serie Baseline ist eine Einladung, Einzelschicksale nicht als Akt des Widerstands zu betrachten, sondern als eine Norm.
Die vier skulpturalen Gemälde erinnern an die Blätter eines Baumes und greifen die zyklischen Veränderungen der Jahreszeiten auf, die unsere Wahrnehmung der Lebensrealität prägen. Mariam arbeitet prozesshaft und entlang den Kreisläufen, die die Natur bestimmen.