Mahalia Giotto, bekannt als taje (they/them), untersucht, wie Körper dargestellt und gelesen werden. Geprägt von der eigenen Erfahrung als transmaskuline, nichtbinäre Person, versteht taje Intimität als politischen Raum, in dem persönliche Erfahrungen auf gesellschaftliche Strukturen treffen, die beeinflussen, wie wir uns selbst und andere wahrnehmen.
In on the verge of becoming completely forgotten (incubation) richtet taje den Blick auf Männlichkeit und versteht diese weniger als feste Identität, sondern als einen Zustand, der verkörpert, performt und weitergegeben wird. Der eigene Körper wird dabei zum Ort dieser Auseinandersetzung: zugleich exponiert und nie vollständig zugänglich. Der Wunsch, genauer hinzusehen, trifft auf das Unbehagen, das gerade durch diese genaue Betrachtung entsteht.
Als erstes Kapitel einer Serie eröffnet incubation eine fortlaufende Auseinandersetzung mit Männlichkeit als etwas, das zwischen Körpern und innerhalb gesellschaftlicher Strukturen zirkuliert, ansteckend sein als auch mutieren kann. Statt nach einem Heilmittel zu suchen, lässt die Arbeit offen, was aus dieser Transformation entstehen könnte.