Was bleibt von einem Gegenstand, wenn er seinen Ort, seine Funktion oder seine Zugehörigkeit wechselt? Julien Fournival (er/ihm) spürt diesen Transformationsprozessen nach. An der Schnittstelle zwischen Häuslichem und Symbolischem entwickelt er Arbeiten, die das Intime zum Ausgangspunkt gemeinsamer Wechselerfahrung machen. Die hölzernen Module sind zugleich Behälter, Rahmen, Lebensräume und Sockel. In ihnen befinden sich gefundene oder geschenkte Gegenstände, die abgeformt als Kopien ihre Form bewahren, ohne mit dem Original identisch zu sein. Julien lädt sie mit Assoziationen auf: mit Erinnerungen, Wertzuschreibungen und einem Stück Aberglauben. In ihrer Verbindung treten die Module in Beziehung zueinander und die Betrachtenden entwickeln ihre eigenen Geschichten. Ein ähnlicher Vorgang, wie wenn wir uns etwas wünschen, ein schlechtes Omen meiden, eine Zahl wählen oder einen Gegenstand mit uns führen: Handlungen, die auf einer nicht nachweisbaren Kausalität beruhen, denen wir aber dennoch einen Wert beimessen.