Was geschieht, wenn ein Gemälde die Wand verlässt und selbst zum Raum wird? Elia Menang Setiadi (er/ihm) versteht Malerei als offenen Prozess. Gesten, Worte, Klänge, Farben und Texturen aus dem Alltag fliessen in seine Arbeit ein, werden überlagert, verwandelt und neu miteinander verwoben.
Für die Jungkunst entwickelte Elia eine räumliche Installation aus mehreren Gemälden. Wie ein Paravent durchzieht sie den Ausstellungsraum, öffnet und verschiebt Sichtachsen und macht Malerei körperlich erfahrbar. Die Bilder treten aus ihrer gewohnten Position heraus in einen unmittelbaren Dialog miteinander, mit der Industriehalle, mit uns im Raum. Zwischen Sehen und Weitergehen, Innehalten und Bewegung entsteht ein eigener Rhythmus. Die Installation wird zu einem durchlässigen Gefüge, in dem Malerei, Raum, Wahrnehmung und Sprache ineinandergreifen. Was zunächst als Fragment erscheint, wird im nächsten Moment Teil eines grösseren Zusammenhangs.