In The Threads That Hold the Earth Together spürt Dominique Bartels (sie/ihr) den materiellen Geschichten von Textilien und Bildern nach. Archivaufnahmen der Flachsproduktion in der Schweiz um 1900 werden mit zeitgenössischen MiniDV-Aufnahmen verwoben, während Leinenbahnen fotografischen Film und Magnetband in ihr Gewebe aufnehmen.
Die Arbeit folgt den Fäden, die diese unterschiedlichen Materialien und Technologien miteinander verbinden. Flachs wird zu Leinen; Licht wird zu Film, Magnetband zum digitalen Bild. Was oft immateriell erscheint, erweist sich als abhängig von Fasern, Trägermaterialien und Infrastrukturen. Statt Textil und Bild voneinander zu trennen, versteht Dominique beide als Formen des Aufzeichnens, Tragens und Weitergebens von Informationen.
Das Weben wird dabei sowohl zum materiellen Prozess als auch zu einer Denkweise, die Geschichten von Handwerk, Technologie und Erinnerung miteinander verknüpft.