Die architektonische Identität eines Bauwerks beschreibt dessen Charakter und Atmosphäre, geprägt von Materialität, Raumgefüge und eingeschriebenen Geschichten. Dieses Konzept überträgt Alexandra Taoukidou (sie/ihr) auf den Menschen: auf die Räume, in denen wir aufgewachsen sind, die Grundrisse und Umgebungen früherer Wohnorte. Die präzisen Linien der Pläne treffen auf transluzente Schichten der sich verändernder Erinnerungen und verdichten sich so zu emotionalen Gegenentwürfen zur rationalen Architektur. In Relocation Project überlagern sich aus der Erinnerung gezeichnete Pläne. Topography of memory zeigt den Ort, an dem Alexandra als Kind die Sommer bei ihren Grosseltern verbrachte.
Doch auf GoogleMaps sucht man vergeblich: Die Erinnerung hat die Räume verwandelt. Ode to childhood überführt das Motiv des Spielhauses in einen räumlichen Bezugspunkt der Erinnerung. Die Fragilität und Transparenz der Materialien verweisen auf die Verletzlichkeit in dieser frühen Lebensphase und darauf, wie nachhaltig uns unsere Umgebung prägt.